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Smog: Dicke Luft – was steckt dahinter?

Kohlekraftwerk mit Abgasfilter in Deutschland

Industrieabgase können Smog verursachen

Die aktuelle „dicke Luft“ in China nehmen wir zum Anlass, das Thema Smog einmal näher zu betrachten. Der Begriff Smog ist ein so genanntes „Kofferwort“, das sich aus den zwei Worten Smoke (engl. Rauch) und Fog (engl. Nebel) zusammensetzt. Als Smog bezeichnen wir eine durch Industrie, Verkehr und Heizungsanlagen in privaten Haushalten hervorgerufene Luftverschmutzung, die vor allem in Großstädten und Ballungsgebieten auftritt.

Smog entsteht, wenn sich wärmere Luftschichten über die kälteren Luftschichten am Boden schieben. Sind die höheren Luftschichten dann wärmer als die darunter liegenden Schichten, sammeln sich in den kühleren unteren Luftschichten vermehrt Schadstoffe an, die nicht mehr nach „oben“ abziehen können. Besonders bei windschwachen Wetterlagen ist dies zu beobachten. Meteorologen sprechen von einer Inversionswetterlage, was soviel wie Umkehrung (lateinisch  „inversio“) bedeutet. Mit Umkehrung sind dabei die unterschiedlich temperierten Luftschichten gemeint.

Übersteigt dann die Konzentration an Luftschadstoffen einen festgelegten Schwellenwert, rufen die Behörden Smog-Alarm aus. Je nach Grad der Schadstoff-Konzentration gibt es mehrere Stufen beim Smog-Alarm. In Deutschland geschah dies erstmals am 17. Januar 1979. Damals überschritt im Ruhrgebiet die Schwefeldioxid-Konzentration den zulässigen Grenzwert. Sechs Jahre danach, am 18. Januar 1985, musste sogar die Alarmstufe 3 ausgerufen, ebenfalls im Ruhrgebiet. Die Schadstoffwerte lagen damals um ein Vielfaches höher als 1979. Als Konsequenz erließen die Behörden für die Dauer der Smog-Belastung ein Fahrverbot für den privaten Autoverkehr und schränkten auch die emissionsintensive Industrie ein.

Weil unbestritten ist, dass überhöhte Schadstoffbelastung für Mensch und Umwelt gefährliche Folgen haben kann, hat die Politik auf diese Entwicklung reagiert. Für Industrieanlagen wurden Filter vorgeschrieben, Kohlekraftwerke mit Entschwefelungsanlagen ausgestattet und neue Autos liefen mit eingebauten Katalysatoren vom Band.

In Deutschland wurden Belastungswerte, die für den Ausruf der Smog-Vorwarnstufe gereicht hätten, letztmalig Anfang 1991 in Berlin festgestellt. Insgesamt hat die Luftqualität hierzulande durch wirksame Schutzmaßnahmen und den Wegfall maroder Industrieanlagen so gute Werte erzielt, dass alle Bundesländer in den 90er Jahren nach und nach ihre Smog-Verordnungen zu den Akten gelegt haben.

In China haben die verantwortlichen Politiker erkannt, beim Wirtschaftswachstum ökologische Aspekte nicht ganz außer Acht lassen zu dürfen. So werden auch in Asien immer mehr Stimmen laut, die strengere Umweltauflagen für die Industrie fordern. Wir beobachten die Entwicklung gespannt mit und halten Euch auf dem Laufenden.


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