Tees aus der Natur erfrischen die Seele und helfen heilen.

Tees aus der Natur erfrischen die Seele und haben eine heilsame Wirkung.

Wildkräuter sind regional, unverpackt, biologisch, vitaminreich und kostenlos. Aus vielen heimischen Wildkräutern lassen sich leckere und gesunde Tees, Salate, Peso, Brotaufstriche und Smoothies einfach selbst herstellen. Zur Inspiration haben wir hier eine kleine Auswahl an DIY Rezepturen zusammengestellt.

DIY-Tee: Kräuter in der Natur sammeln

Kräutertee kann den Körper mit zahlreichen Vitalstoffen versorgen und besitzt je nach Komposition heilsame Wirkung. Kräutertees kannst du pur oder als Mischung trinken. Teemischungen mit Pfefferminze, Salbei und Melisse beispielsweise erfrischen den Körper von innen. Thymian und Salbei sollen Erkältungen lindern und Minze und Kamille bei Magen-Darms-Beschwerden helfen.

Für deinen eigenen regionalen und unverpackten Tee kannst du dir verschiedene Teekräuter in einem kleinen Kräuterbeet oder auf dem Balkon selbst anbauen. Wer sich gut auskennt, kann aber auch heimische Wildkräuter bei einem Spaziergang in der Natur sammeln. Aus Brennnesseln, Holunderblüten, Schafgarbe, Hagebutten, Lindenblüten etc. kannst du gesunden und leckeren Tee einfach selbst herstellen. Getrocknet und schön verpackt ist der Kräutertee ein schönes Geschenk für dich und auch ein tolles Mitbringsel.

Teekräuter kannst du den ganzen Sommer hindurch ernten, am besten solange die Pflanze noch nicht geblüht hat. Zum Trocknen kannst du sie in einen Leinenbeutel legen und in einem warmen Zimmer aufhängen. Sie können aber auch zu einem Strauß gebunden und hängend getrocknet werden. Wichtig ist es, sie vor Licht zu schützen, denn dadurch können die Vitamine verloren gehen. Nach circa 14 Tagen die trockenen Kräuter in ein lichtgeschütztes und luftdichtes Gefäß legen.

DIY-Bärlauchsalz

Zutaten:
100 g frische Bärlauchblätter
250 g grobes Salz

So wird’s gemacht:
1. Bärlauch waschen und trockenschleudern oder mit einem Tuch abtupfen.
2. Blätter mit mit einem Messer fein schneiden
3. mit dem Salz im Mörser verreiben, alternativ in einer Küchenmaschine oder mit einem Pürierstab fein mahlen bis eine homogene Masse entsteht.
4. Diese dünn auf Backtrenn-Papier streichen und in der Nähe eines Heizkörpers oder an der Luft trocknen lassen. Wer ein Trocknungsgerät hat, kann dieses verwenden.
5. Wenn die Bärlauchmasse trocken ist nochmals im Mörser verreiben.
6. Das Bärlauchsalz in ein luftdichtes Gefäß füllen

Das Bärlauchsalz hält sich etwa ein Jahr.

Bärlauchsalz

Im Frühling einfach wunderbar: Bärlauchsalz selber machen!

DIY-Holunderblüten-Sirup

Der Holunder wäschst an Waldrändern und bildet im Frühling als eine der ersten Bäume seine wunderbar duftenden Blütendolden. Wenn sich die Holunderblüten an den Büschen zeigen, dann ist es Zeit Holunder-Blütensirup anzusetzen.

Zutaten:
Zehn große Holunder Blütendolden
7 l Wasser
zwei ungespritzte Zitronen
20 g Zitronensäure
700 g Zucker

So wird’s gemacht:

  1. Für den Holunderblüten-Sirup sammelst du 10 große Holunder-Blütendolden, entfernst kleine Käfer und Blätter und legst die Dolden in einen Topf.
  2.  Zitronen in Scheiben schneiden, 7 l Wasser und Zitronensäure hinzugeben. Lass alles circa 24 Stunden ziehen und rühre es gelegentlich um. Danach schüttest du die Mischung durch ein feines Sieb in einen zweiten Kochtopf und kochst ihn mit 700 g Zucker auf.
  3. Fülle den Sirup noch heiß in sterile Flaschen.

An heißen Tagen schmeckt Holunderblüten-Sirup mit Wasser oder Sprudel kalt sehr lecker, aber auch heiß mit ein bisschen Zitrone an kalten Wintertagen.

Holunderblütensirup

Leckeren Holunderblütensirup kannst du mit wenigen Zutaten einfach selber machen.

DIY-Knoblauchrauken-Pesto

Knoblauchrauke (manchmal auch Lauchkraut genannt) gilt schon seit 6000 Jahren als Gewürz. Mit ihrem pfeffrig-knoblauchartigen Aroma verleiht sie vielen Gerichten einen besonderen Geschmack. Alles an ihr ist essbar. Die Samen können als Pfefferersatz verwendet werden, die Blüten verschönern so manche Wildkräutersalate und aus den Blättern kannst du z.B. ein leckeres Pesto kreieren, das besonders gut zu Nudeln oder auf Brot schmeckt.

Zutaten:
2 Handvoll junge Blätter der Knoblauchsrauke
1 Handvoll geschälte und gehakte Haselnüsse
100-150 g geriebenen Bergkäse
1 TL Salz
3 EL Olivenöl

So wird das Pesto zubereitet:

  1.  Wasche die Rauke, schneide sie in kleine Stücke oder püriere sie mit einem Stabmixer.
  2. Vermische sie mit den restlichen Zutaten und lasse das Pesto ca. 15 Minuten ziehen, bevor du es verzehrst.
  3. Schmecke es ab und salze gegebenenfalls nach; gebe mehr Öl hinzu, falls das Pesto zu trocken ist.

DIY-Mädesüss-Gelee

Mädesüß entwickelt viele creme-weiße Blüten, die nach und nach im Juni und Juli aufblühen. Als Gelee bringt es Abwechslung aufs Marmeladenbrot und hilft durch die in den Pflanzen enthaltene Salicylsäure bei Kopfweh.

Zutaten:
viele kleine Mädelsüß-Blüten
2 l klaren Bio-Apfelsaft
zwei unbehandelte Zitronen
etwas Zitronensäure
3:1 Gelierzucker

So wird es zubereitet:

  1. Sammle an einem sonnigen Tag den benötigten Mädelsüß. Lege die Blüten auf ein Tablet und warte ein wenig, damit Käfer heraus krabbeln können. Nach Möglichkeit die Blüten nicht waschen, damit die Blütenpollen erhalten bleiben.
  2. Entferne die Blüten von den Stängeln und schneide die Zitronen in Scheiben. Lege alles in eine Schüssel und füge 2 l Apfelsaft hinzu. Die Mischung muss anschließend für zwei Tage in den Kühlschrank.
  3. Siebe die Blüten und Zitronenscheiben ab und koche den Apfelsaft mit dem Gelierzucker und der Zitronensäure auf.
  4. Fülle das heiße Gelee in sterile Gläser und verschließe sie sofort.

Bildquellen

  • Kräutertee: Photo by Drew Jemmett on Unsplash
  • m Frühling einfach wunderbar: Bärlauchsalz selber machen!: Bild von RitaE auf Pixabay
  • Holunderblütensirup: Bild von RitaE auf Pixabay