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Warum die Bambusbecher-Testergebnisse von Stiftung Warentest umstritten sind

Bambusbecher Test

Die meisten Bambusbecher setzen hohe Mengen an Schadstoffen frei, sagt Stiftung Warentest. Von Formaldehyd und Melamin ist die Rede, daher das Fazit: Bloß keinen Bambus Coffee to go Becher kaufen. Vielleicht hast auch du den Test gelesen und fragst dich nun, ob du deine Bambus-Tasse besser wegwerfen solltest. Bitte nicht – denn an den Ergebnissen ist weniger dran als du wahrscheinlich denkst.

Wie hat Stiftung Warentest die Becher getestet?

Stiftung Warentest heizte die Kaffeebecher auf 70 Grad vor. Anschließend schütteten die Prüfer dreiprozentige Essigsäure in die Bambusbecher und erwärmten diese über zwei Stunden hinweg auf konstant 70 Grad. Das Ganze wurden sieben Mal wiederholt und zu unterschiedlichen Zeitpunkten der Schadstoffgehalt gemessen: nach der dritten Befüllung und ein weiteres Mal nach der siebten Befüllung.

Was sind die Testergebnisse?

Schon in der ersten Messung fand Stiftung Warentest Melamin und Formaldehyd – und zwar in größeren Mengen. In der zweiten Messung überstiegen die Werte teilweise jene der vorherigen Prüfung. Heißt: Die Schadstoffe dünsten mit der Zeit nicht aus.

Letztendlich ließ Stiftung Warentest aufgrund der Ergebnisse 11 von 12 Bechern durchfallen. Nur eine einzige Marke bestand die Prüfungen: ChicMic.

Was ist das Problem bei dem Test?

Ja, die Ergebnisse sehen auf den ersten Blick nicht gut aus. Sie sind jedoch kein Grund, den Bambusbecher panisch in den Müll zu werfen. Denn: Die Methoden der Prüfung lassen keinen realistischen Schluss zu.

Dreiprozentige Essigsäure ist schließlich kein Kaffee. Und niemand schafft es unter alltäglichen Bedingungen, sein Getränk zwei Stunden lang im Bambusbecher auf 70 Grad zu halten. Bereits nach wenigen Minuten sinkt die Kaffeetemperatur – schließlich sind die Becher nicht isoliert. Ein weiterer Kritikpunkt: Um deinen Bambusbecher auf 70 Grad vorzuheizen – wie Stiftung Warentest es im Test tut-, müsstest du extra Wasser aufkochen. Heißes Leitungswasser kommt auf gerade mal 55 Grad. Und mal ehrlich – wer macht sich jeden Morgen diese Mühe?

Letztendlich arbeitet der Test mit Faktoren, die jenseits des Labors keine Rolle spielen. Unter eben diesen Bedingungen mögen die Ergebnisse schlecht ausfallen. Wie hoch der Schadstoffgehalt bei einer normalen Verwendung ist – mit Kaffee statt Essigsäure -, darüber gibt Stiftung Warentest leider keine Auskunft.

Warum wählt das Institut eine solche Methode? Weil sie einer EU-Verordnung entspricht und vom so genannten „Worst-Case-Szenario“ ausgeht. Schön und gut – eignen tut sie sich leider trotzdem nicht. Zumindest dann nicht, wenn man praxisnahe Ergebnisse erwartet, die wirklich helfen anstatt bloß zu verunsichern.

Wir setzen auf Qualität – und verkaufen nur Becher des Testsiegers

In unserem Sortiment findest du ausschließlich Bambus-Becher des Testsiegers – ChicMic (BambooCup). Falls du also nach dem Beitrag von Stiftung Warentest besorgt sein solltest, kannst du bei uns trotzdem beruhigt zugreifen. Wie beruhigt, das zeigen dir die Grenzwerte der Becher:

  • Melamin: 2,5 mg sind zulässig. ChicMic verwendet bei der Herstellung seiner Kaffeebecher aber nur 0,6 mg Melamin.
  • Formaldehyd: 15 mg sind zulässig. ChicMic verwendet pro Becher 3,7 mg.

Was ChicMic zum Test sagt

Obwohl ChicMic als Sieger hervor geht, bemängelt der Hersteller den Test. Ein Kritikpunkt, der hier hervorsticht: Während das Bundesinstitut für Risikobewertung Melaminharz in Geschirr als unbedenklich einstuft, bewertet Stiftung Warentest das Material völlig anders. Auch den Bericht an sich kritisiert ChicMic und das zu recht – die (mittlerweile geänderte) Überschrift „Bambuslüge“ passt wirklich nicht zu einer faktenbasierten Zeitschrift, die informieren statt plakative Reden schwingen sollte.

Fazit: Testergebnisse ohne Alltagsbezug

Im Alltag erreichst du auf keinen Fall die Bedingungen, unter denen die Becher getestet wurden. Schließlich trinkst du Kaffee und keine Essigsäure und die Temperatur des Getränkes sinkt bereits nach wenigen Minuten. Um wirklich sicherzugehen, lohnt sich natürlich ein Becher vom Testsieger – hier setzten nicht einmal die fragwürdigen Methoden von Stiftung Warentest Schadstoffe frei.

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