Ăko Tex Standards 100

Bei Kleidung mit dem Ăko Tex Siegel weiĂt du: Sie enthält keine gefährlichen Chemikalien. Wie wichtig das wirklich ist, zeigen dir herkĂśmmliche Hosen und Kleider - nicht selten machen die verwendeten Substanzen 20 Prozent des Gewichts aus. Grund genug, bei allen Textilen auf die Oeko Tex Zertifizierung zu achten. Erfahre hier mehr Ăźber die Kriterien, das Zertifizierungssystem und die GlaubwĂźrdigkeit des Siegels.
Was ist Ăko Tex?
Bei Oeko Tex handelt es sich um ein internationales Zertifizierungssystem fßr Textilien - angefangen von Kleidung, bis hin zu Bettwäsche und Polstern. Im Mittelpunkt der Untersuchungen steht die Kontrolle auf Schadstoffe. Die Prßfungen finden unabhängig statt und kommen sowohl bei Roh-, Zwischen- als auch Endprodukten zum Einsatz.
Das sind die Oeko Tex Kriterien - deswegen lohnt sich das PrĂźfsiegel
Vor allem gesundheitlich relevante Schadstoffe spielen bei der Vergabe des Siegels eine Rolle - diese dĂźrfen im Endprodukt nicht mehr enthalten sein. Sogar KnĂśpfe, Nähte, Drucke, Nieten und ReiĂverschlĂźsse mĂźssen sich einer Untersuchung stellen und ohne jegliche RĂźckstände auskommen. Diese Regeln gelten fĂźr sämtliche Substanzen, welche das Gesetz reguliert oder sogar verbietet: Zum Beispiel Formaldehyd, Cadmium, Nickel und Azo-Farbstoffe.
Auch andere Chemikalien, die unsere Gesundheit bekanntermaĂen gefährden, aber nicht gesetzlich geregelt sind, dĂźrfen bei den Kontrollen nicht nachgewiesen werden. DarĂźber hinaus verleiht Oeko Tex das PrĂźfsiegel nur dann, wenn die Anforderungen der Europäischen Chemikalienverordnung REACh sowie der ECHA SVHC und die Anforderungen der CPSIA (Consumer Product Safety Improvement Acts) zu Blei erfĂźllt werden. Alle Materialien mĂźssen zum einen eine gute Farbechtheit haben und benĂśtigen zum anderen einen hautfreundlichen pH-Wert.
Die Kriterien des Oeko Tex Siegels unterscheiden sich abhängig von vier Produktklassen. Je grĂśĂer der Kontakt zur Haut ist, desto strenger werden die Anforderungen fĂźr Textilprodukte.
- Produktklasse 1: Produkte fßr Babys und Kleinkinder bis zu einem Alter von 3 Jahren - von Unterwäsche ßber Strampler bis hin zu Bettwäsche usw.
- Produktklasse 2: Produkte, die viel Hautkontakt haben - Unterwäsche, Bettwäsche, T-Shirts und Socken zum Beispiel.
- Produktklasse 3: Produkte, die wenig oder keinen Hautkontakt haben - Jacken und Mäntel
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Produktklasse 4: Ausstattungsmaterialien wie Tischdecken und Vorhänge
Damit es zur Zertifizierung kommt, mĂźssen Betriebe sich zu qualitätssichernden MaĂnahmen bekennen und eine Hand unterschiedlicher, rechtsverbindlicher Dokumente unterzeichnen.
Wie die Zertifizierung funktioniert und was Unternehmen fĂźr das PrĂźfzeichen machen mĂźssen
Die Zertifizierung erfolgt erst nach einer Laboruntersuchung auf rund 100 unterschiedliche Stoffe. Hersteller senden Musterproben zu einem Institut der Oeko Tex Gemeinschaft und unterschreiben, dass diese mit den vertriebenen Produkten Ăźbereinstimmt.
Bei der Prßfung werden alle Wege getestet, ßber die Chemikalien in den KÜrper gelangen kÜnnten: Haut, Mund und Atmung. Darßber hinaus werfen Firmen-Audits einen Blick auf den jeweiligen Betrieb. Erhält das Produkt das Oeko Tex Prßfzeichen, muss es sich drei Jahre später erneut einer Untersuchung stellen. Hin und wieder prßft Oeko Tex, ob die Produkte im Handel wirklich mit den eingereichten Musterproben ßbereinstimmen. Sollten entweder hier oder in einem anderen Schritt Mängel auffallen, wird das Unternehmen abgemahnt und aufgefordert, diese so schnell wie mÜglich zu beseitigen - ansonsten droht der Entzug des Zertifikats. Als letzte Kontrollinstanz sind zudem unangemeldete Besuche vorgesehen.
Fazit: Mit Ăko Tex erkennst du schadstoffgeprĂźfte Textilprodukte - ideal fĂźr deine Gesundheit
RĂźckstände von Pestiziden und anderen Schadstoffen oder chemischen Substanzen kĂśnnen deine Gesundheit gefährden. Schon kleine Spuren gelangen Ăźber Haut oder Atmung in den Organismus. Besonders auf das nachhaltige Oeko Tex Siegel achten solltest du bei Produkten fĂźr deine Kinder - diese reagieren auf Schadstoffe zum einen besonders empfindlich. Zum anderen bieten sie fĂźr chemischen Substanzen eine grĂśĂere Angriffsfläche, weil sie im Verhältnis zum KĂśrpergewicht eine grĂśĂere Hautoberfläche haben.

